Das erneuerte ElektroG

Der Hauptgrund, warum diese Novellierung jetzt doch schnell verabschiedet wird, ist, dass das EU-Kommission mit 210.000 € Zwangsgeld / Tag droht. Ansonsten ist die vorgesehene Novellierung handwerklich nicht nur schlecht gemacht, wiederspricht sich teilweise oder läßt fachliche Mängel erkennen - sondern die von der EU geforderte Wiederverwendung wird damit unmöglich gemacht ! Lesen Sie unsere Stellungnahme.

Das ElektroG wird novelliert

Am 23.10.2015 ist das ElektroG II im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Kleine Änderungen wurden eingearbeitet, aber für die Wiederverwendung ist es ein schwarzer Tag - sie wird praktisch unmöglich gemacht. Die einzige Chance besteht darin, mit der örE zusammenzuarbeiten, wenn die örE eine Sammelgruppe 'optiert'. Studieren Sie den neuen Gesetzestext.

Diese Äußerungen machen deutlich, dass kaum Kenntnisse über den Bereich der Wiederverwendung und dessen wirtschaftlicher Gewichtung vorhanden sind. Um das Statistische Bundesamt (Punkt 4.5 und Punkt 4.6) zu zitieren*: Über 10.000 Unternehmen mit über 36.000 Arbeitsplätzen, erzeugen einen Jahresumsatz von rund 3 Mrd. Euro. Dabei sind ca. 85% der Unternehmen lokal ansässige Kleinunternehmen. Diese Zahlen sind aus 2011, also 3 Jahre alt, wobei in diesem Bereich die Wiederverwendung stetig wächst. Somit leistet dieser Sektor schon jetzt einen deutlichen Beitrag zur Deutschen Wirtschaftskraft, zur Ressourcenschonung und zum Umweltschutz.

*Fachserie 9, 4.5 & 4.6 „Dienstleistungen – Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich 'Reparatur von Datenverarbeitungsgeräten und Gebrauchsgütern', 2011“ erschienen im Juli 2014


BESSER-nutzen Dialog.6

Der Dialog.6 hat mit großem Erfolg am 23. März 2015 stattgefinden. Das Thema drehte sich um das zu novellierende ElektroG. In diesem Dialog.6 haben wir die Akteure miteinander ins Gespräch gebracht. Die Probleme und Befürchtungen sollen festgehalten und den politischen Entscheidungsträgern erläutert werden ⇒ Programm.

Für die Wiederverwendung von Geräten ist es egal, ob sie von Verwendern kommen, um sofort - über weitere Handelsschritte - weiterverkauft und genutzt zu werden. Oder ob Geräte erst zu Abfall werden, um sie dann wieder nach der 'Vorbereitung zur Wiederverwendung' zu Produkten zu machen, die noch genutzt werden können. Für die Geräte ein Zwiespalt...

In jedem Fall ist es problematisch, Geräte / Produkte aus dem Bereich des ElektroG wiederzuverwenden:

  • Die Formulierung des WEEE bezüglich der '(Vorbereitung der) Wiederverwendung' ist in das ElektroG zu übernehmen und nicht als Verordnung irgendwann zu realisieren
  • Es bestehen Schwierigkeiten, Geräte vor dem Einwurf in einen Sammelbehälter von den örE zu bekommen (Zugangsrecht, Zugriffsrechte, etc.)
  • Die Sammlung der Geräte / Produkte in Behältnissen ist nicht geeignet (Container, etc.)
  • Die neue vorgesehene Gruppenzusammenstellung ist unbrauchbar, wenn alle Gerätearten in derselben Gruppe zusammengefasst werden (Sammelgruppe 5: IT, Haushaltsgeräte, Leuchten, Werkzeuge, Spielzeug, Medizinprodukte, etc.)
  • Die Sammlung bei der örE muss separiert werden, um die brauchbaren Geräte / Produkte entnehmen zu können (§14,4 Novelle ElektroG ist zu streichen)
  • Abgegebene Geräte / Produkte müssen mit allen Einzelteilen zusammen gesammelt werden, ohne z.B. Akkus zu entfernen (z.B. Notebooks: §10,1,2 Novelle ElektroG ist zu streichen)

...im Übrigen verweisen wir auf unsere Stellungnahme zur Novellierung des ElektroG


Pfand - nicht nur für Handy's

Pressemitteilung vom 31.08.2012

Wir möchten Ihnen unsere neue Pressemitteilung aus Anlass der IFA 2012 bekannt machen.

Smartphone, mp3-Player und andere Kleinelektronikgeräte beinhalten viele wertvolle Ressourcen, die nicht in Schubladen zu lagern sind oder auf den Müll gehören ! Mit einem Pfandsystem kann man das Rückgabeproblem angehen. Lesen Sie unsere mit dem LAUB e.V. erstellte Pressemitteilung...

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